StartseiteAKTUELLE INFOSVitamin D Mangel im Alter

Senioren: Spaziergänge beugen Vitamin-D-Mangel vor
Oldenburg (dapd). Im Alter wird die Versorgung mit Vitamin D wichtiger, denn Vitamin D verhindert Störungen im Knochen- und Muskelstoffwechsel und vermindert das Risiko schwerer Stürze und Frakturen. «Der Körper kann Vitamin D selbst herstellen, wenn wir uns oft genug im Tageslicht aufhalten», sagt Jürgen Bauer, Internist und Direktor der Klinik für Geriatrie in Oldenburg. «Aber im Alter nimmt die Syntheseleistung der Haut im Vergleich zum jungen Menschen dramatisch ab und es kommt häufig zu Vitamin-D-Mangel.» Es könne daher durchaus sinnvoll sein, ab dem 60. Lebensjahr täglich Vitamin D zu sich zu nehmen.

Aber nicht nur die Hautalterung könne zu Vitamin-D-Mangel führen. «Auch die veränderten Lebensumstände tragen ihren Teil dazu bei», sagt Bauer. Je älter die Menschen würden, desto weniger verließen sie ihr Haus. «Auf der anderen Seite ist es auch im Alter notwendig, schädigende Wirkungen übermäßiger Sonnenlichtexposition zu vermeiden.»

«Neben der Hautalterung und dem Rückzug aus dem Freien spielt bei der Versorgung mit Vitamin D auch die Ernährung eine wichtige Rolle», sagt Bauer. «Je älter die Menschen werden, desto weniger Vitamin-D-reichen Seefisch essen sie.» Die Vitamin-D-Versorgung sei also nicht nur eine Frage von Nahrungsergänzungsmitteln, sondern vielmehr auch eines aktiven Lebensstils und einer abwechslungsreicher Küche.