StartseiteBEDENKLICHESGewinne der Pharma

Gewinne der Pharma ...... und ihre Lobby in Bern

Die Gewinne der Schweizer Pharmaunternehmen sind gigantisch. Novartis und Roche verbuchten in Durchschnitt der Jahre 2007-2009 zusammen rund 20 Millarden Franken Gewinn. Besonders viel verdient haben sie an neuen Krebsmedikamenten, wie sie in ihren Jahresberichten selbst zugeben. Der Preis orientiert sich dabei nicht am Aufwand für Forschung und Produktion, sondern an der Nachfrage. Die Preise werden mit dem Bundesamt für Gesundheit ausgehandelt. " Die Behörden akzeptieren dabei fast jeden Preis, den die Firmen verlangen", sagte Xavier Schorno, Chefapotheker am Kantonsspital Luzern.

Die Spitäler, die Aerzte, die Krankenkassen, die Pharma, die Kantone - sie alle haben in Bern ihre Lobby. Nur die Versicherten haben keine. Direkt die Interessen von Aerzten, Spitälern, Pharma und Krankenkassen vertreten rund 80 Parlamentarier. Nationalrat und Ständerat billigten Ende 2008 Parallelimporte von patentgeschützten Gütern - mit einer Ausnahme: Medikamente. Auch dank namenhaften Spenden der Pharmabranche an die FDP, CVP und SVP kommen solche Entscheide gegen die Interessen der Bevölkerung bzw. Versicherten zustande.

Seit 2000 sind die Prämien in der Grundversicherung um 60 Prozent gestiegen, die Löhne nahmen in der gleichen Zeit nicht mal 20 Prozent zu. Das wird sich auch in den kommen Jahren nicht ändern. Denn es gibt im Gesundheitswesen zu viele Leistungserbringer, die an den Patienten immer mehr verdienen wollen.

Kein Wunder steigen die Krankenkassenpämien von Jahr zu Jahr. Unser Gesundheitswesen oder besser gesagt unsere "Gesundheitsindustrie" verkommt immer mehr zu einem Selbstbedienungsladen von Pharma, Spitälern und Ärzten.

Der Pharma-Insider John Virapen (ehemaliger Geschäftsführer des schwedischen Pharmariesen Lilly) zu den Praktiken der Pharmaindustrie: (…) Falls sie denken, dass die Pharmaindustrie Medikamente auf den Markt bringt, um Ihnen zu helfen, vergessen Sie es .“